DIE HEXE MIT DEN GELBEN GUMMISTIEFELN

Christian Winkler

Despina war noch eine sehr junge Hexe. Erst vor ein paar Wochen hatte sie ihren 113. Geburtstag gefeiert. Es war ein sehr schönes Fest gewesen, zu dem sie alle ihre Freunde eingeladen hatte. Zu diesen Freunden zählten viele Hexen, aber auch eine Blumenverkäuferin, eine Bäuerin, eine Mitarbeiterin des Tierparks und ein Eisverkäufer. Zusätzlich war noch die Oberhexe Levkoja da gewesen. Despina mochte sie zwar nicht besonders, aber man musste sie einfach zum Geburtstag einladen, wenn man sich die Zukunft nicht verbauen wollte.

 

Genau diese Oberhexe stand an jenem Samstagmorgen vor Despinas Tür und hielt einen grünen Umschlag in ihren langen, gelben Fingern. Als Despina die Oberhexe und den Umschlag sah, befürchtete sie das Schlimmste. Schnell überlegte sie, ob sie in letzter Zeit gegen ein Hexengebot verstoßen hatte. Aber ihr fiel nur ein, dass sei ihrer Freundin Maria beim Melken der Kühe geholfen hatte, als diese mit Grippe im Bett lag und dabei auch ein paar Zaubersprüche verwendet hatte, was im Umgang mit Menschen verboten war. Aber ansonsten hätte es zulange gedauert.

 

Levkoja sagte: „Ich muss dich in einer wichtigen Sache sprechen. Kann ich reinkommen?“

 

Despina bat sie herein und bot ihr von ihrem frisch gemachten Brennesselsaft an. Nachdem Levkoja einige Schlucke getrunken hatte, begann sie:

„Der Hexenrat hat dich ausgewählt, Despina. Unser großes Zauberbuch ist in Gefahr. Einige unserer Spione haben gemeldet, dass der Graf Laska plant, das Zauberbuch zu entwenden. Du weißt, dass die Abschriften, die jede Hexe besitzt ihre Kraft verlieren, sobald das Buch vernichtet wird.“

 

Dabei muss man wissen, dass der Graf Laska ein großer Gegner der Hexen war und alles versuchte, um die Hexen ihrer Kräfte zu berauben.

„Was hat der Hexenrat gedacht, soll ich tun?“, fragte Despina, die sich nicht vorstellen konnte, wie sie behilflich sein sollte.

„Der Reihe nach.“, antwortete Levkoja. „Wir haben natürlich sofort einen Zauberbann auf unser Hexenbuch gelegt. Jetzt kann sich keiner dem Buch näher als 6,66 Meter nähern, ohne dass er versteinert wird. Nicht mal wir Hexen. Nur mit einem komplizierten Zauberspruch kann man den Bann brechen. Dieser Zauberspruch ist in dem grünen Umschlag. Er muss natürlich sicher aufbewahrt werden und darf nicht in falsche Hände gelangen. Von Zeit zu Zeit müssen wir an das Zauberbuch, um Abschriften für Junghexen zu erstellen oder neu entdeckte Zaubersprüche einzutragen.“

 

Despina war immer noch nicht klar, wie sie helfen konnte und runzelte die Stirn. Levkoja fuhr fort: „Im Hexenrat haben wir überlegt, wo man den Spruch am besten verstecken kann. Er darf für unsere Feinde nicht zu finden sein, aber man muss an ihn herankommen können. Eine von uns aus dem Hexenrat kann ihn auf keinen Fall sicher aufbewahren, da unsere Feinde ihn wohl hier am ehesten vermuten würden. Wir haben die Akten von mehreren Junghexen geprüft und da erschienst du uns am geeignetsten. Du bist in internationalen Hexenkreisen noch relativ unbekannt, du lebst versteckt in einem Wald, kannst genügend Sprüche, um dich gegen Angriffe zu wehren und besitzt einen schlauen Raben, der schnell Hilfe holen kann. Und das Wichtigste: Du giltst als eine der zuverlässigsten Hexen.“

In Despinas Kopf drehte sich alles. Einerseits freute sie sich über das ihr entgegen gebrachte Vertrauen, andererseits hatte sie Angst, ein so wichtiges Geheimnis aufzubewahren. Die zuverlässigste war sie nun wirklich nicht. Hatte sie nicht erst vor kurzem ihre Zitronenmarmelade beim Einkochen auf dem Herd vergessen? Vor den Schergen des Grafen fürchtete sie sich, weil sie schon viele schlimme Geschichten über sie gehört hatte. Aber sie hatte wohl keine Wahl und musste den Auftrag annehmen. Despina stotterte: „Ich fü-fü-fühle mich ge-geehrt und werde den U-U-Umschlag verstecken.“

 

Levkoja übergab Despina den Umschlag und schärfte ihr ein: „Verstecke ihn an einem Ort, wo ihn niemand vermutet. Verrate aber keinem, nicht einmal mir, wo er ist. Sollte dir irgend etwas ungewöhnliches auffallen, schicke sofort deinen Raben zu mir. Gib ihn keinem anderen in die Hände. Nur ich werde ihn von Zeit zu Zeit holen.“

 

Despina hatte alles verstanden und mit zittrigen Händen nahm sie den Briefumschlag an sich. Levkoja trank ihren Brennesselsaft aus und verabschiedete sich mit einem aufmunternden Lächeln. Despina zitterten nun auch noch die Knie. Jetzt galt es, ein gutes Versteck zu finden. Sie ging mehrere Möglichkeiten durch. Unter dem Fußabstreifer? Da konnte er wegfliegen. Im Uhrenkasten? Da kam jeder drauf. Unter ihrer Matratze? Dort war es zu gefährlich. Nachdem sie noch zahlreiche weitere Verstecke geprüft hatte, erschien ihr eines am sinnvollsten. Sie faltete den Umschlag und versteckte ihn unter der Zimteinlage eines ihrer gelben Gummistiefel. Despina war sich sicher, dass ihn hier keiner vermuten würde. Erleichtert setzte sie sich in ihren Schaukelstuhl und rauchte erst einmal eine Pfeife. Nun konnte sie ruhig warten, was ihr die Zukunft bringen sollte.

 

Die Jahre vergingen. Despina feierte ihren 114., 115., 116. und 117. Geburtstag und nichts passierte. Die Oberhexe kam alle paar Monate vorbei, um sich den Spruch abzuholen und ihn innerhalb weniger Stunden zurück zu bringen. Levkoja war mit Despina sehr zufrieden und stellte ihr schon einen Platz im Hexenrat in Aussicht. Außerdem arbeitete der Hexenrat fieberhaft an einer Lösung, wie sie sich dem Grafen Laska endgültig entledigen konnten, da dieses umständliche Verfahren mit dem Versteck keine Dauerlösung sein konnte. Despina störte es aber nicht.

 

Eines Tages, kurz nach ihrem 117. Geburtstag, den sie wieder mit ihren Freunden verbracht hatte, hörte Despina das vertraute Klopfen an der Tür. Rasch öffnete sie, weil sie dachte, die Oberhexe stehe vor der Tür und benötige den Zauberspruch. Aber es war deren Stellvertreterin, Ellafonisi, die vor der Tür wartete. Despina wunderte sich und begrüßte sie dennoch freundlich. Da es schrecklich stürmte und regnete, bat sie Ellafonisi schnell herein. Diese brachte sogleich mit zerzausten Haaren und einer krächzenden Stimme ihr Anliegen vor: „Mich schickt Levkoja. Sie liegt mit Grippe im Bett, aber wir benötigen dringend den Zauberspruch. 33 Junghexen wollen endlich ihr eigenes Zauberbuch.“

 

Despina wunderte sich nicht weiter und ging in ihr Schuhzimmer, um den Umschlag zu holen. Ellafonisi folgte ihr. Dies machte Despina dann doch stutzig und ihr fielen die mahnenden Worte von Levkoja ein, den Zauberspruch nicht in andere Hände als die ihren zu geben. Schnell sagte sie zu Ellafonisi: „Warte bitte im Esszimmer. Ich habe nicht aufgeräumt.“ Ein bisschen widerwillig setzte sich Ellafonisi an den Tisch und griff zu den panierten Spinnenbeinen, die Despina vorhin essen wollte. Währenddessen rief Despina unauffällig ihren treuen Raben Antonio zu sich. Er solle so schnell wie möglich zu Levkoja fliegen und nachsehen, ob sie wirklich krank sei. Mit einem Krächzen stürzte sich Antonio aus dem Fenster in das ungemütliche Wetter.

 

Das Ganze kam Despina nun mehr und mehr komisch vor, da ihr nun einfiel, dass Levkoja und Ellafonisi eigentlich zu einem Kongress wollten. Außerdem kannte sie Ellafonisi sonst viel freundlicher. Es konnte sich also nur um eine List Graf Laskas handeln. Nun musste sie sich schnell überlegen, wie sie reagieren sollte, und sich vor allem Zeit verschaffen. Deshalb rief Despina: „Mach es dir ruhig schon mal gemütlich. Ich hole die Formel und bring noch was von meinem Sauerkraut aus dem Keller.“ „Ja, aber beeil dich.“, grunzte Ellafonisi mit tiefer Stimme zurück. Was sollte Despina nun tun? Sie hielt kurz inne, um zu überlegen.

 

Da durchfuhr sie ein Schreck, sie hörte Männerstimmen aus dem Nachbarzimmer. Und eine davon gehörte mit großer Wahrscheinlichkeit dem Grafen Laska. Er war also hier mit seinen Schergen. Jetzt half nur noch Flucht. Sie sprang in ihre gelben Gummistiefel, um das Wichtigste zu retten. Anschließend rannte sie aus dem Schuhzimmer in ihr Schlafzimmer. Dort zog sie ihre wärmsten Sachen an und holte ihren schnellsten Besen aus dem Schrank. Dann öffnete Despina das Fenster und flog hinaus. Gerde noch rechtzeitig, denn die falsche Ellafonisi, der jetzt die Perücke vom Kopf gerutscht war, öffnete die Schlafzimmertür und schlug sofort Alarm.

 

Die Männer des Grafen Laska nahmen die Verfolgung auf. Despina sah, wie sie sich auf ihre Pferde stürzten und sich dicht an ihre Fersen hefteten. Mit ihrer auffälligen Kleidung und den gelben Gummistiefeln war sie natürlich gut zu sehen. Sie versuchte, schneller zu fliegen, aber wegen dem starken Wind und Regen war dies nicht möglich. Irgendwie musste Despina ihre Verfolger doch abschütteln können.

 

Sie war eine gute Fliegerin und wollte ein gefährliches Manöver fliegen. Despina steuerte den Besen stark nach links, flog eine Schleife und riss ihn dann wieder nach rechts, dass sie fast vom Besen flog. Ihre Gegner hatte sie aber verwirrt und mit ihren Pferden waren sie nicht so wendig. Despina musste also ihre Chance nutzen und ungesehen davon fliegen. So schnell wie möglich beschleunigte sie ihren Besen, doch dabei übersah sie eine große Fichte. Despina riss den Besen nach oben, blieb aber mit ihrem linken Schuh im Geäst hängen. Sie spürte den nassen Regen auf ihrem Socken und sah nur noch, wie der Schuh vom Wind weggetragen wurde. Es war der Schuh mit der Zauberformel.

 

Jetzt hatte sie die Verfolger abgeschüttelt aber den Schuh mit dem kostbaren Inhalt verloren. Sie hatte keine Chance, den Schuh jetzt zu suchen. Dafür war die Sicht zu schlecht und sie musste sich erst mal in Sicherheit bringen. Panisch flog Despina umher und überlegte, wo sie sich verstecken könnte. Da fiel ihr die Scheune ihrer besten Freundin Maria ein. Im Sturzflug steuerte sie auf die Scheune zu und landete direkt auf dem Dach. Despina stieg durch die Dachluke ein und versteckte sich hinter den Heuballen, um in Ruhe nachdenken zu können. Jetzt wurde es auch noch dunkel und Despina musste die Suche wohl auf den nächsten Tag verschieben. “Antonio könnte mir jetzt helfen“, dachte sie. Damit er sie sofort finden würde, wenn er wieder zurück kam, murmelte sie einen Zauberspruch. Nun erklang jede halbe Stunde ein Krächzen, das ihn zur Scheune führen sollte.

 

Despina legte sich schlafen. auf dem pieksenden Heu schlief sie sehr schlecht und ständig musste sie an den verlorenen Gummistiefel denken. Ganz in der Früh wurde sie von einem Klopfen an der Dachluke geweckt.

 

Es war Antonio, der eine Nachricht dabei hatte. Levkoja und Elafonsi waren von ihrem Kongress schon wieder zurückgekehrt. Despina sollte in Anbetracht der Ereignisse die magische Formel sofort zum Hexenrat bringen. Sie hatten jetzt eine Lösung gefunden, wie sie das Zauberbuch für immer vor dem Grafen Laska in Sicherheit bringen können. Despina solle weiterhin nur der Oberhexe vertrauen. Falls sie sich nicht in den nächsten 23 Stunden melden würde, würden sie Hilfe schicken. Despina wusste, dass diese Nachricht echt war, da sie in einer nur für Hexen lesbaren Geheimschrift verfasst war. Jetzt wurde ihr erst die Bedeutung des Verlustes der Zauberformel bewusst. Ohne sie würde es keine neuen Hexen mehr geben! Sie musste die Formel also so schnell wie möglich finden.

 

Dafür besprach sich Despina mit Antonio. Er sollte noch Hilfe organisieren, da sie niemandem mehr vertrauen konnten und auch nicht zuviel Aufmerksamkeit erregen wollten. Despina beschrieb ihm die Stelle und flog dann gleich los. Antonio flog derweil zu sämtlichen Tieren, die ihnen helfen konnten, von Ameisen und Igeln über Wildschweine bis hin zu den Waldvögeln. Sogar die grantigen Zwerge bat Antonio um Hilfe.

 

Despina war inzwischen schon bei der großen Fichte und suchte die Umgebung ab. Aber sie fand nichts. Verzweifelt dachte sie: „So ein gelber Gummistiefel muss doch zu sehen sein! Hoffentlich ist er nicht in die Hände der Feinde gefallen.“ Despina musste sich nun beeilen. Fände sie den Gummistiefel nicht bald, müsste sie der Oberhexe berichten, dass sie den Zauberspruch verloren hatte. Das wollte sie auf gar keinen Fall, da sie zeigen wollte, dass man sich wirklich auf sie verlassen kann. Despina sah nun auch schon Tiere emsig nach dem Gummistiefel suchen, leider vergeblich.

 

Als sie schon alle aufgeben wollten und Despina ohne Gummistiefel zur Oberhexe zu fliegen gedachte, kam Antonio angeflogen und berichtete strahlend, dass der Gummistiefel gefunden sei. Schnell führte Antonio Despina zu der Stelle und wirklich lag dort der Stiefel unter einer Wurzel, über der drei Zwerge glücklich tanzten. Antonio hatte ihnen nämlich eine Belohnung versprochen. Despina griff in den Stiefel und tatsächlich war der grüne Umschlag noch da. Sie bedankte sich bei den Zwergen und sagte, dass sie sich die Belohnung bei ihr zu Hause abholen könnten. Dann flog Despina sofort los zum Hexenrat. Überglücklich schwang sie sich auf ihren Besen und flog davon mit einem Schuh an jedem Fuß.

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Endlich angekommen übergab sie Levkoja strahlend den Umschlag. „Das ging aber schnell!“, lobte Lovkoja, und Despina erzählte ihr die abenteuerlichen Ereignisse seit gestern Nachmittag. Dabei unterschlug sie allerdings den Verlust des Gummistiefels, um keinen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit aufkommen zu lassen. Levkoja war dann auch nur voller Lob für Despina, besonders, weil sie die List mit der falschen Elafonisi durchschaut hatte. Zur Belohnung durfte Despina mitkommen und das allerheiligste betrachten, das große Hexenbuch. Sie hatte es noch nie gesehen und war begeistert, wie schön es verziert war. Sie beobachtete die Oberhexe und ihr Stellvertreterin.

 

Levkoja zog das Pergament aus dem grünen Umschlag und murmelte die lange Formel, was fast fünf Minuten dauerte. Nun konnten sich die drei dem Buch ohne Gefahr nähern. Despina las einige Zaubersprüche, die in der schönsten Schrift auf den goldenen Seiten eingetragen waren. Nun war Despina gespannt, was die Hexen vorhatten, um das Zauberbuch endgültig zur dem Grafen Laska zu schützen.

 

Levkoja sagte ehrfürchtig: „Wir haben an einer Formel gearbeitet und einem komplizierten Zaubertrank. Die letzten Zutaten haben wir auf dem Kongress erhalten, eingelegte Fledermauskrallen aus Transilvanien. Wir belegen unser Zauberbuch jetzt mit einen Bann, den nur die Personen durchbrechen können, die von diesem Zaubertrank getrunken haben, und das werden wir drei sein. Die Formel des Zaubertranks werden wir vernichten. Es können also nur noch direkte Nachfahren von uns den Bann durchbrechen.“

 

Elafonisi zog eine kleine Feldflasche mit dem Zaubertrank heraus und reichte sie herum. Jede trank einen großen Schluck von dem bitteren Trank. Despina konnte es noch gar nicht fassen, welche Ehre ihr zuteil wurde und beobachtete mit großen Augen, weiter die beiden Hexen. Zusammen sprachen sie einen langen und komplizierten Spruch, den Elafonisi an sie verteilt hatte. Nachdem sie fertig waren, sah man aber keinen Unterschied. Nun musste man überprüfen, ob der Plan erfolgreich war. Levkoja näherte sich langsam dem Buch. Die beiden anderen Hexen schauten gebannt zu. Es ging alles gut und Levkoja konnte in dem Buch blättern. Sie hatten es also geschafft. Glücklich verließen die drei Hexen den Raum, in dem das Zauberbuch aufbewahrt wurde.

Levkoja sprach: „Despina, von heute an gehörst du auch zum Hexenrat, sogar zum inneren Zirkel. Der hat bewiesen, dass man sich wirklich auf dich verlassen kann.“ Despina war überglücklich und wollte nur noch mit ihren Freunden feiern. Sie verabschiedete sich und Levkoja gab ihr noch das Abzeichen des Hexenrats, ein goldener Hexenbesen auf rotem Grund.

Pfeifend flog Despina nach Hause. Dort erwartete sie noch eine Überraschung: Das gesamte Haus war auf dem Kopf gestellt, da Graf Laska und seine Männer wüst nach der Zauberformel gesucht hatten. Jetzt hieß es aufräumen. Aber das machte Despina nichts aus, da alles so gut ausgegangen war. Nach einer Woche schaffen sah alles wieder so aus wie vorher, sogar noch ordentlicher. Natürlich kamen auch die Zwerge vorbei, die ihre wohlverdiente Belohnung einforderten. Despina gab ihnen eine Kürbispflanze, die Kürbisse mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen produzierte, von Ananas bis Zitronengeschmack. Da sie wusste wie sehr Zwerge Kürbisse liebten. Nun konnte Despina endlich mit ihren Freunden ihren Aufstieg in den Hexenrat feiern. Es war ein ausgelassenes Fest, das noch lange in Erinnerung blieb. Am nächsten Tag erhielt Despina auch schon die erste Einladung zum Hexenrat.

geschrieben in den unseligen Kretanischen Zeiten September 2004